Greenkeeper Verband

Deutschland e.V.

Bericht des GVD-Mitte e.V. zur Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung vom 26.02.2019

Bericht des GVD-Mitte e.V. zur Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung vom 26.02.2019

Die Tagung startete um 8:30 Uhr mit dem Eintreffen der Teilnehmer und einem gemeinsamen Frühstück, im Jahr 2018 neu erbauten Clubhaus des Wiesbadener Golfclub.

Pünktlich um 9:30 Uhr erfolgte die Begrüßung durch den Präsidenten. Er stellte den Wiesbadener Golf-Club vor, denn es war ein Heimspiel für unseren ausscheidenden Präsidenten Thomas Bäder. Besonders hervorzuheben ist, dass es der älteste Club in Deutschland ist.

Im Anschluss an das Frühstück wurde die Tagung mit der Mitgliederversammlung eröffnet. Nach den Berichten der einzelnen Vorstandsmitglieder, wurde der Vorstand für seine Arbeit im Jahr 2018 ordnungsgemäß entlastet. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Wahl eines neuen Präsidenten, Schriftführers und Kassenprüfers.

Als Präsident stellte sich zur Wahl Sascha Baumann vom Golf-Club Darmstadt Traisa e.V., er wurde mit einer Enthaltung zum neuen Präsidenten gewählt.

Als Schriftführer stellte sich zur Wahl Klaus von Seelen vom Royal Homburger Golf Club 1899 e.V., er wurde mit einer Enthaltung zum neuen Schriftführer gewählt.

Neuer Kassenprüfer ist Ingo Burger vom Golf Sport Park Groß-Zimmern, er wurde mit einer Enthaltung gewählt.

Als Dankeschön für die lange ehrenamtliche Arbeit beim GVD-Mitte e.V. bekamen Thomas Bäder vom Wiesbadener Golf-Club e.V. als ehemaliger Präsident und Jörg Maaß vom Royal Homburger Golf Club 1899 e.V. als ehemaliger Schriftführer, von unserem neuen Präsidenten im Namen des GVD-Mitte e.V. eine Übernachtung für zwei in Bochum mit Besuch des Musicals Starlight Express überreicht. Auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön an die beiden für ihre tolle Arbeit. Thomas Bäder erklärte sich bereit, sich nochmals als Beisitzer dem Vorstand für ein weiteres Jahr anzuschließen, um eine gute Übergabe zu ermöglichen.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung widmete sich die Tagung dem Thema Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser.

Ziel der Veranstaltung war, aus allen Bereichen Referenten zu finden die mit Wasser auf dem Golfplatz tun haben, um das Thema aus allen Blickwinkeln zu betrachten.

Den Anfang machte Herr Dr. Gunter Tiersch, Dipl. Meteorologe vom ZDF, mit dem ersten Vortrag Wetter Heute und in Zukunft.Der Vortrag handelte vom Klimawandel mit dem Anstieg der Temperaturen. Wir bekamen in der Präsentation ein Szenario dargestellt, welches bis im Jahr 2030 die Temperaturen im Sommer auf stetige 37°C ansteigen lies. Hohe Wetterschwankungen sind zu erwarten. Insbesondere werde es mehr Starkregen bzw. Extremschauer geben. Aktuell liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei 9°C, im Extremfall könnte diese bis auf 20°C steigen. In 10 Jahren könnte die Arktis abgeschmolzen sein. Ziel muss es werden, den Regen im Winter aufzufangen, in Wasserrückhaltebecken, um im Sommer die Flächen die Wasser benötigen bewässern zu können. Der Mensch benötigen ca. 5800l Wasser pro Kopf und pro Tag, dies errechnet sich z.B. aus Bewässerung für unser Gemüse, für die Viehhaltung und Trinkwasser. Es war ein positiv provozierender Vortrag, der die Leute zum Nachdenken angeregt hat. Als zweiter Referent folgte Herr Andreas Klapproth vom DGV Arbeitskreis Wasser mit dem Thema Vorbereitung auf Extreme-Ereignisse, Erhöhung der Wasserrechte Wieder einmal wurde darauf hingewiesen wie wichtig es ist, sich die Regenstände und Temperaturen auf seinem Golfplatz aufzuzeichnen. Nur so kann man dokumentieren, wann es zu heiß war, wann gab es wirklich regen und wie viel. Auch in dem Vortrag ging es um Extrem-Wetter-Situationen. Unsere Kanalisation ist z.B. nur auf 50mm pro Std. ausgelegt, d.h. wenn Starkregen kommen wird unsere Kanalisation das Wasser nicht mehr abführen können. Zudem werden unsere Grundwasserstände mit solchen Starkregen nicht aufgefüllt. Der Regen läuft oberflächig ab und sammelt sich in Flüssen oder in der Kanalisation. Ein weiterer wichtiger Ansatz, die Speicherung bzw. die Wassergewinnung für Golfplätze, wozu auch Brunnen gehören. Hier erläuterte Andreas Klapproth den Bau eines Brunnens ausführlich. Zudem wies er darauf hin, dass ein Brunnen stehts gewartet werden sollte. Es gibt Firmen die z.B. Kamerafahrten machen. Bei allen Speicherformen ist die Wasserqualität nicht zu vergessen. Mit dem sogenannten TOC Wert wird die Qualität bestimmt. Bei Speicherteichen kann die Qualität beeinflusst werden, indem z.B. viele Algen im Teich sind, durch viel Licht, Hitze etc.. Teiche gehören mit ins Pflegeprogramm eines Greenkeepers. Wichtig wird oder ist die effektive Beregnung der Golfanlagen, diese kann mit Bodenfeuchtemessungen bestimmt werden. Im Anschluss an den Vortrag von A. Klapproth durften die Teilnehmer sich in der Mittagspause, an einem reichhaltigen und köstlichen Buffet von der Gastronomie des Wiesbadener Golf-Clubs stärken. Den Anfang der Nachmittagsveranstaltung machte Herr Norbert Ott, vom RPDA Hessen, mit dem Vortrag, Wasserversorgung aus Sicht der Genehmigungsbehörden. Nicht nur der Sommer 2018 war zu trocken, der Winter auch. Damit das Regenwasser oder Schmelzwasser im Grundwasser verfügbar ist, dauert es Wochen bis Monate. Sollte das Trinkwasser mal knapp werden, wie es teilweise 2018 schon der Fall war, hat die Öffentlichkeit ein Vorrecht, vor der Industrie oder Sportanlagen. Welche Möglichkeiten gibt es zur Wassergewinnung? Beispielsweise Quellen und Schürfungen. Für die Brunnenbohrung benötigt man eine Erlaubnis für Wasserrecht. Diese kann eine Bearbeitungsdauer von bis zu einem Jahr haben. Zudem bekommt man das Wasserrecht auf 5 Jahre und es kann eine Auflage sein, ein Monitoring durchzuführen. Jeder Brunnen muss einzeln für sich beantragt und abgeklärt werden. Den Abschluss der Referenten machte Herr Achim Reinmuth, von der Fa. Städler Golf Coures, mit dem Thema, Architektur, wie kann sie beim Wasser sparen helfen? Man muss im Vorhinein planen, auf welchen Flächen man das Wasser benötigt. Gerade bei der Beregnung ist es wichtig, wo die Regner sitzen und dass sie richtig eingestellt sind. Welche Beregnung möchte man haben? Am Beispiel einer Fairway Beregnung. Vorteile oder Nachteile, 1-oder 2-reihig. Das gleiche gilt bei Teichen oder Speicherreservoirs. Welche Vorteile oder Nachteile haben diese Wasserspeicher? Zudem gibt es mehrere Möglichkeiten die Wasserausbringung zu optimieren, zu dem zählen unter andrem Beregnungssysteme und Bodenfeuchtemesssystem. In der folgenden Diskussionsrunde wurden die Themen der Referenten und die Erfahrungen der Teilnehmer aus der Saison 2018 miteinander diskutiert. Im Anschluss der Vorträge gab es noch zwei Maschinenpräsentationen. Die Firma Grashobber stellte den Turf-Breeze vor. Dies ist ein großes Gebläse, welches mobil an Standorte auf dem Golfplatz gebracht werden kann, um Windbewegung zu ermöglichen. Die Firma Toro hatte eine Deutschland Premiere, sie stellte den Outcross 9060 vor. Dies ist eine Arbeitsmaschine mit der Möglichkeit verschiedene Anbaugeräte per 3-Punkt anzuhängen. Wir bedanken uns recht herzlich bei dem Wiesbadener Golf-Club e.V., dass wir Gäste in Ihrem Club sein durften. Bei der Gastronomie, die uns vom Frühstück, über das Mittagessen und den Nachmittagssnack in bester Qualität verpflegt hat. Sowie bei allen Sponsoren.

 

Klaus von Seelen

Schriftführer GVD-Mitte e.V.

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